Review: In Too Deep by Tracey Alvarez

Freitag, 24. April 2015

©Goodreads

To save her brother from financial ruin, Piper Harland must do the one thing she swore she'd never do – return to the tiny island hometown where Ryan "West" Westlake crushed her heart. Piper is tough, resilient and a little wild – much like the remote and beautiful Stewart Island where she grew up. As a cop who's part of the elite New Zealand Police National Dive Squad, bringing the dead back to their families still doesn't stop the guilt she feels over her father's drowning death. Now nine years later she's obligated to return to a hostile community as the outsider, and forced to work with the man who was once her best friend and first lover.

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Es war ein Ding der Unmöglichkeit mich auf die Achterbahnfahrt der Gefühle vorzubereiten, die in „In Too Deep“ von Tracey Alvarez auf die Leser wartet. Diese beginnt bereits bei der ersten Seite und ich kann euch nur raten Taschentücher bereit zu legen. Innerhalb eines Tages habe ich das Buch verschlungen, es gab keinen Moment in dem es mir möglich gewesen wäre das Buch aus der Hand zu legen. Emotionale Tiefe, berührende Themen, Schicksale, die berühren – das sind nur die Eckpunkte dieser Geschichte. Familiendramen gehören ebenso dazu wie die Wichtigkeit von familiärer Unterstützung. Nicht zu vergessen Charaktere, die Stärke beweisen, ihre Träume verfolgen, Schwächen eingestehen können und schlussendlich alles dafür geben um glücklich zu sein und zu lieben. Ich habe jede einzelne Seite, jeden Moment in „In Too Deep“ geliebt und ich hoffe, ihr gebt dem Buch eine Chance und erlebt all das selbst.

Die Autorin hat sich für eine sehr interessante, aber auch emotional berührende Thematik entschieden. Piper ist nicht nur Polizistin, sie gehört dem Police National Dive Squad an. Sie selbst war nicht in der Lage ihren Vater zu retten und musste miterleben wie dieser ertrank. Nun möchte sie anderen helfen solch einen Verlust zu verarbeiten. Im Laufe der Geschichte führt dies zu mehreren emotionalen Momenten, die für mich sehr tränenreich waren. Als der Druck bei ihr zu groß wird und die Bergungseinsätze ihr immer mehr zusetzen, ist man als Leser mitten drin, erlebt ihre Panik mit, aber auch den Wunsch zu helfen. Sogar jetzt fällt es mir noch schwer die richtigen Worte dafür zu finden, so nahe ging mir die Geschichte.

Der Tod ihres Vaters beschäftigt Piper immer noch, beeinflusst sowohl ihr Leben wie auch ihre Berufswahl und wird für viele emotionale Momente sorgen. Piper hat Schreckliches erlebt und es nie wirklich überwunden. Nun an den Ort des Geschehens zurück zu kehren und sich bekannten Gesichtern gegenüber zu sehen fällt ihr nicht leicht. Kein Wunder, dass Erinnerungen und Gefühle erneut hoch kommen. Mit Piper und West hat die Autorin zwei starke Charaktere geschaffen, die stark und unabhängig sind. Und doch steckt so viel mehr in ihnen. Sie müssen sich ihre Beziehung hart erarbeiten, sich dem anderen öffnen und auch mal Zurückweisung riskieren. West fordert Piper immer wieder heraus, bringt sie an ihre Grenzen und lernt diese Stärke in ihr zu lieben. Manchmal mag das ein bisschen zu viel des Guten gewesen sein, aber Piper weicht keinen Schritt zurück und will sich selbst beweisen.

Obwohl Piper eine gewisse Distanz zu ihrer Familie aufbaute, sind Familienbande doch ein wichtiger Teil dieser Geschichte. Tracey Alvarez zeigt, wie wichtig Familie und Freunde sind, die Unterstützung bieten und einem jederzeit helfen. Die Nebencharaktere bleiben nicht nur im Hintergrund, vielmehr fühlt man sich ihnen auch sofort verbunden. Einzig ihren Bruder hätte ich gerne mal zur Seite genommen, weil er Piper Dinge vorwirft für die sie in keiner Weise verantwortlich sein kann. Das zeigt aber, dass auch er mit der Vergangenheit nicht abgeschlossen hat und diese ihn verfolgt. Ähnlich verhält es sich bei West, der genauso mit Familienproblemen zu kämpfen hat und sich nun mit seiner Mutter konfrontiert sieht, die ihn und seinen Vater einst verlassen hat. In diesen Momenten kommt sein Temperament zum Vorschein, was ihn nur noch menschlicher macht.

Mit dem außergewöhnlichen Setting – New Zealand – konnte die Autorin bei mir sofort punkten. Tracey Alvarez hat so eine schöne Art sich auszudrücken und Orte zu beschreiben, man hat das Gefühl selbst dort zu sein und all diese Eindrücke wahrzunehmen. Darüber hinaus lebt die Autorin in Neuseeland und das merkt man ihrem Stil an. Sie hat eine tolle Art sich auszudrücken und man lernt auch noch etwas dazu, wenn man mal wieder über Bezeichnungen stolpert, die man so nicht kennt und die eben typisch neuseeländisch sind. Wie sie es schafft alleine über ihren Ausdruck so viel von Neuseeland selbst in „In Too Deep“ zu verpacken ist genial und eine tolle Abwechslung zu all den Geschichten, die in den USA angesiedelt sind. Nun freue ich mich umso mehr auf die Fortsetzungen. Die Charaktere lernten wir hier bereits kennen und ich kann es kaum erwarten nach Stewart Island zurück zu kehren um von ihren Geschichten zu lesen.

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