Review: Deep Blue Eternity by Natasha Boyd

Mittwoch, 29. April 2015

©Goodreads

Livvy is on the run. And she’s escaped to the one place nobody will ever find her. But the isolated cottage isn’t empty. Her refuge is home to a troubled stranger, Tom, there for reasons of his own.

In the intimacy of the abandoned cottage, and the remote wilderness of the island, the electrifying connection between them is impossible to ignore. Both running from their histories and shielding dark secrets, their pasts catch up with them and collide in an unimaginable way.

Deep emotions and powerful chemistry face a painful battle with the tangle of lies, and scars of the past.
When the truth emerges, hearts will be shattered.

***

Wenn ihr von Natasha Boyd bis jetzt noch nichts gehört habt, wird sich das vermutlich spätestens im Mai ändern, denn bereits nächste Woche erscheint „Eversea. Ein einziger Moment“, der Reihenauftakt in der Eversea Reihe auf Deutsch. Heute möchte ich euch allerdings ein anderes Buch von Natasha Boyd vorstellen, das dunkler, emotionaler und zutiefst berührend ist. Ein Buch, in dem sie all die Unterschiede zwischen Überleben und Leben aufzeigt. Gezeichnet von mehreren Schicksalsschlägen müssen die Charaktere Tag für Tag darum kämpfen sich selbst nicht zu verlieren und das Gute zuzulassen.

Livvy ist grade erst 18 Jahre alt geworden, hat aber schon Schreckliches erlebt. Der Tod ihrer Schwester ist dabei nur der Anfang, im Laufe der Geschichte zeigt sich erst wie sehr sie leiden musste und was geschah, als ihre Schwester erst verschwand und dann starb. Ihre Kindheit endete viel zu früh, was sich auch in ihrem Verhalten spiegelt. Manchmal wirkt sie so viel erwachsener als sie es mit ihren 18 Jahren sein sollte, in anderen Situationen reagiert sie dafür kindisch und naiv. Diese unterschiedlichen Reaktionen zeigen wie unsicher sie ist und sehr die Ereignisse sie geprägt haben. Einerseits ist sie ruhig, konzentriert sich auf sich selbst, im nächsten Moment brechen die Gefühle und Worte aus ihr heraus, die sie oft zurücknehmen möchte. Es sind diese ehrlichen Reaktionen, durch die man sich ihr so verbunden fühlt.

Lange bevor Tom Livvy gesteht was sie beide verbindet, kann man es sich als Leser bereits denken. Wie sehr ihn die Ereignisse allerdings beeinflusst haben und wie sich sein Leben dadurch veränderte, ist nicht vorstellbar. Das Cottage auf einer kleinen Insel, die nur per Boot erreichbar ist, wird für beide zum Zufluchtsort, hier finden sie Ruhe, können Energie tanken und sich mit ihren Gefühlen und Problemen auseinandersetzen. Dieser Verarbeitungsprozess setzt allerdings erst mit ihrem Aufeinandertreffen ein. Ihre Beziehung steckt auf wackeligen Beinen, ist geprägt von Schweigsamkeit und vorsichtiger Annäherung. Es gibt ein Auf und Ab und sie müssen beide auch Rückschläge hinnehmen. Und weil es eben nicht so perfekt verläuft, ist es umso realistischer und berührender.

„Deep Blue Eternity“ ist kein einfaches Buch, das man zwischendurch mal eben liest oder das eine entspannte, locker-leichte Stimmung vermittelt. Natasha Boyd setzt sich mit ernsten Themen auseinander, zeigt wie junge Menschen davon beeinflusst werden können und sich dadurch verändern. Schuldgefühle, Verdrängung, Ängste – damit haben die Charaktere zu kämpfen. Ihr Weg ist nicht einfach, sie haben so viele Hürden zu überwinden, stehen sich oft selbst im Weg und werden von ihren Gefühlen immer wieder nach unten gezogen. Auf lebensfrohe Momente folgt der nächste Tiefschlag und erneut erstreckt sich die Palette an negativen Gefühlen vor ihnen.

Je näher ich dem Schluss kam, umso schneller ließ ich die Seiten hinter mir. Zu Beginn war noch das Gegenteil der Fall und ich hatte das Gefühl von der Seitenzahl her schon weiter zu sein, als es tatsächlich der Fall war. Das liegt aber auch daran, dass die Charaktere sich einander annähern, dann wieder auseinander driften, sich annähern. In ihrer Beziehung sind sie noch nicht so weit, aber vom Gefühl her meint man, dass sie es bereits sein müssten.

Etwas enttäuscht war ich vom Ende bzw. eigentlich nicht direkt davon, sondern vielmehr von der Umsetzung. In „Deep Blue Eternity“ erlebt man die Charaktere an ihrem Tiefpunkt und ich hätte so gerne mehr Zeit mit ihnen verbracht, während derer sie glücklich sind und das Leben genießen. Für beide war es nicht einfach an diesen Punkt zu gelangen, darum will man wohl umso mehr Zeit mit ihnen verbringen und sich quasi vergewissern, dass sie all das Negative überstanden haben. Auch in Bezug auf ihre Familien hätte ich mir einen runderen Abschluss erwartet. Dabei sollte es sich  nicht anders entwickeln (wenn man weiß was alles geschehen ist, wäre ein anderer Ausgang sowieso nie möglich gewesen), ich hätte nur gerne mehr darüber gewusst.

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Kommentare:

  1. Wow, das Buch klingt vom Inhalt her richtig gut und sehr interessant. Könnte wohl definitiv ein Buch für mich sein, auch wenn das Ende dich etwas enttäuscht hat. Danke für den Tipp mit dem Ebook! Ich habe es mir direkt runtergeladen und bin nach dieser Rezension sehr gespannt auf das Buch! :)

    Liebste Grüße,
    Nazurka

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    1. Enttäuscht würde ich gar nicht sagen, nur kamen die richtig glücklichen Momente ein bisschen zu kurz ;)
      Liebe Grüße, Melli

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