Review: Dark Predator by Christine Feehan

Donnerstag, 19. Juni 2014

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Review zu Band #19Band #20

„As brutal as the undead he hunted, Zacarias De La Cruz was a master executioner. Now his stark and savage journey has ended. For his brothers, Zacarias had walked to the edge of madness, but with centuries as a killing machine now left to the past and without a hunt to define him, Zacarias wonders, for the first time in his life, who he really is.

The answer awaits him back home, in Peru, in the betrayal of a woman who is readying her trap, in the vengeance of an old enemy, in the inevitable consequences of a bloody family legacy-and in the deliverance of a lifemate he never could have imagined...

***

Neben der Midnight Breeds Reihe von Lara Adrian, war die Karpathianer Reihe von Christine Feehan mit die erste Reihe, in denen Vampire zu Hauptcharakteren wurden. Hier fand meine Leidenschaft fürs Paranormal Romance Genre seinen Anfang und Vampire waren die ersten übernatürlichen Wesen, über die ich gelesen habe. Seitdem bekomme ich davon nicht genug und habe auch beide erwähnte Reihen über viele Jahre verfolgt. Die Karpathianer Reihe lese ich schon seit 2007, zwar mit längeren Pausen, aber ich habe sie nie ganz abgeschrieben. Zwischendurch gab es immer mal wieder schwächere Bücher, die die Freude eindämmten, aber keiner der Vorgänger hat mir so einen Schlag verpasst wie „Dark Predator“. Würde ich die Reihe nicht kennen, hätte die Autorin absolut keine Chance mehr bei mir und ich könnte allen nur von dieser Reihe abraten. Aber da ich eben weiß, wie gut sie schreiben kann, fühle ich mich hier bei der Empfehlung dieser Reihe in einem Zwiespalt.

Man darf sich bei den Karpathianern nichts vormachen – von Anfang an hat die Autorin hier Helden erschaffen, die dominant, arrogant und herrschsüchtig sind. Aber es waren auch Helden, die ihren Seelengefährtinnen gegenüber Gefühle zeigen konnten, zärtlich waren, das Kostbare in ihnen wahrnahmen und dankbar für die Farben und Gefühle waren, die sie durch ihre Gefährtinnen zurück gewannen. Natürlich gab es hier schon Abstufungen in dem Verhalten gegenüber der Heldin, manche waren direkter, vielleicht sogar aggressiver, aber nie, nicht bis zu diesem Zeitpunkt, wurde diese Grenze überschritten, wie es nun der Fall war.

Einige haben vielleicht meine Updates während dem Lesen mitbekommen, die meine Fassungslosigkeit widerspiegelte, die mit jeder weiteren Seite anwuchs. Zu Beginn sah es gar nicht so schlecht aus – ich habe festgestellt, dass jeder neue Held noch größer, düsterer und gefährlicher ist als sein Vorgänger. Und auch dem Wahnsinn näher, wodurch er es umso mehr verdient hat nun erlöst zu werden und die Frau zu finden, die für ihn bestimmt ist. Zu Beginn der Reihe war das noch so romantisch, bevor es dann irgendwann leider etwas eintönig wurde. Es sollte allerdings nicht lange dauern bis Zacarias abdriftet – schon relativ früh gibt er der Heldin die Schuld, dass er sie erst jetzt als Gefährtin findet und sie sich ihm damit ein weiteres Mal widersetzt. Das geht schließlich dazu über, dass er ihr seinen Willen aufdrücken will. Um jeden Preis. Und das setzt er tatsächlich so um. Ich konnte meinen Augen nicht glauben, als er sie plötzlich so bedrängte, ihr bewusst Angst einflößte, damit sie seine Dominanz akzeptiert, sie einschüchtern und innerlich brechen wollte, nur um ihr „ihren Platz“ aufzuzeigen. Kaltblütig und gnadenlos jagt er ihr Todesangst an, will aber gleichzeitig, dass sie bei ihm Schutz sucht.

Zugegebenermaßen hat er es bei dieser Heldin auch leicht ihr seinen Willen aufzuzwingen. Zu Beginn versucht sie sich zwar noch zu widersetzen, läuft vor ihm davon und weiß genau welches Monster er ist. Aber das hält nicht lange an und obwohl sie immer wieder vor ihm zurückschreckt, direkt zusammenzuckt, wenn er sich bewegt (Das ist auch so ein Punkt über den ich mich aufregen könnte – sie hat Angst vor ihm und genau das wollte er auch erreichen und plötzlich fühlt er sich wegen ihrem Verhalten verletzt. Dieser Kerl ist wirklich wahnsinnig und ihm ist nicht mehr zu helfen!) und genau weiß, dass sie die Menschen in ihrer Umgebung von ihm fernhalten muss, schafft sie es dennoch nicht von ihm loszukommen. Für ihn ist sie eine zu schwache Persönlichkeit, die irgendwann einfach kein Widerwort mehr geben kann. Da ab einem gewissen Zeitpunkt von Liebe zu sprechen ist fast schon lächerlich. Bis zum Schluss drängt er Marguarita seinen Willen auf, beginnt mit etwas, das in vorherigen Büchern den Heldinnen erklärt wurde und das mehr Zeit in Anspruch nahm. Marguarita hat hier gar keine Chance gegen ihn und nie die Möglichkeit sich selbst einzubringen. Egal was sie tut, was sie sagt, es ist in seinen Augen falsch und ein Verrat an ihm und ihrer „besonderen Beziehung“.

Man möchte nun meinen, dass ich an einem Punkt genug davon hatte und das Buch hätte abbrechen sollen. Glaubt mir, mit dem Gedanken habe ich mehrmals gespielt, aber bis zum Schluss hin wollte ich es nicht wahrhaben was die Autorin da aus ihren Charakteren macht. Ich hoffte auf eine Erklärung, eine Möglichkeit dieses Verhalten verständlich zu machen oder auf eine Wende, die all das Geschehene zumindest ausgleichen könnte. Nichts davon war der Fall und es bleibt mir nur noch übrig zu sagen, wie entsetzt ich bin. Dieser Charakter hat es nicht verdient als „Held“ bezeichnet zu werden und ich frage mich, wie man als Autorin so einen Weg einschlagen kann.

Demnächst werdet ihr allerdings sehen, dass ich diese Reihe noch nicht ganz abgeschrieben habe was zu diesem Moment wirklich paradox erscheint. Jede andere Reihe hätte nach so einer Entwicklung keine Chance mehr bei mir, aber es gibt noch zwei Charaktere, auf die ich schon so lange warte und deren Geschichte ich unbedingt noch lesen möchte. Dimitri und Skyler haben wir das erste Mal im achten Band (Dark Legend) kennen gelernt und seitdem warte ich auf ihr Buch. Gut fünfzehn Bände liegen dazwischen und man musste viel Geduld mitbringen – nur wegen ihnen werde ich die nächsten beiden Bände noch lesen und dann wird sich zeigen, ob die Reihe noch eine Zukunft bei mir hat. Ich kann jetzt nur inständig darum bitten, dass ihnen nicht das gleiche Schicksal widerfährt und sie die Geschichte erhalten, die sie auch verdienen!

Kommentare:

  1. Hey,
    ich bin mal so frech und tagge dich;) Vielleicht hast du ja Lust, mitzumachen:)
    http://anneblogt.de/?p=1693

    LG
    Anne

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    1. Die nächsten beiden Wochen werden nochmal stressig werden bei mir, aber ich speicher mir den Link ab und wenn ich wieder mehr Zeit habe bin ich gerne dabei ;)

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  2. Ich hatte ja schon deine Statusupdates gelesen und bin wirklich etwas geschockt, dass so etwas heute als Liebesroman herausgebracht wird und sehr überrascht, dass es viele gibt, die so etwas mögen. :O Ich finde, dass klingt einfach furchtbar und auch wenn Helden nicht immer super nett sein müssen, sollten sie doch weit entfernt seien von einem Psychopaten oder was auch immer dieser Held ist. zumindest eindeutig kein Held und noch nicht einmal ein guter Anti-Held. Ich bin echt erstaunt, dass du es geschafft hast diesen Roman zu Ende zu lesen, ich glaube ich hätte ihn wütend in eine Ecke oder sogar in den Müll geworfen. :D

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    1. Ich würde nicht sagen, dass das viele mögen - ich habe bei Goodreads viele verärgerte Reaktionen gelesen und viele waren enttäuscht in welche Richtung sich das entwickelt :( Der Held hatte ja nicht mal was von einem Antihelden - da gab es absolut nichts was ich auch nur im Ansatz sympathisch gefunden hätte... Im Nachhinein bin ich auch erstaunt, dass ich es beendet habe ;) irgendwo habe ich doch gehofft, dass es vl noch besser wird. Aber glaub mir, nach dem Lesen ist das Buch dann schnell vom Reader verschwunden ;)

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    2. Aber insgesamt ist die Bewertung doch ziemlich positiv, was mich sehr wundert. Es scheint also sehr viele zu geben, die es mögen, nur eben keine Rezension dazugeschrieben haben, während die die es nicht mochten ihrern Gefühlen freien Lauf gelassen haben. Hätte ich wahrscheinlich auch, wobei ich es nie zu ENde gelesen hätte. XD

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    3. Ich sag zwar immer, dass die Meinungen natürlich auseinander gehen können, aber hier kann ich nur den Kopf schütteln über positive Bewertungen...

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