Review: Amy & Roger's Epic Detour by Morgan Matson

Sonntag, 22. September 2013


Paperback Ausgabe 343 Seiten
ISBN 9780857072689


Serie: Stand Alone
Deutsche Übersetzung: Amy on the summer road
Englischniveau: 1 (= leicht)





„Amy Curry thinks her life sucks. Her mom decides to move from California to Connecticut to start anew--just in time for Amy's senior year. Her dad recently died in a car accident. So Amy embarks on a road trip to escape from it all, driving cross-country from the home she's always known toward her new life. Joining Amy on the road trip is Roger, the son of Amy's mother's old friend. Amy hasn't seen him in years, and she is less than thrilled to be driving across the country with a guy she barely knows. So she's surprised to find that she is developing a crush on him. At the same time, she's coming to terms with her father's death and how to put her own life back together after the accident.”

Review
Schon 2012 war dieses Buch auf meiner Wunschliste der Sommerbücher, die ich gerne lesen möchte. Und dennoch hat es aus mir unerklärlichen Gründen ein weiteres Jahr gedauert bis es so weit sein sollte. Dann wiederum konnte es nicht schnell genug gehen und ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Wie hätte ich aber auch anders können, möchte man doch unbedingt wissen was einem auf der nächsten Seite, den nächsten Meilen, die vor einem liegen, erwartet. Und ich weiß, ich werde diesem Buch mit keiner Rezension, die ich jemals schreibe gerecht werden, darum müsst ihr das Buch einfach selbst lesen! Lasst euch auf diesen Road Trip ein und entdeckt dabei ein auch eine neue Seite an euch!

Morgan Matson hat eine wunderbare Art zu schreiben – einerseits einfach und klar, ohne Ausschweifungen, und trotzdem mit einer Vorliebe für Details. Das spiegelt sich unter anderem in den Landschaftsbeschreibungen wieder und noch bevor man weiß was mit einem geschieht entstehen vor dem inneren Auge wunderbare farbenfrohe Landschaften und neue Welten. Zudem hat die Autorin ein Gespür für Charaktere, die wie aus dem Leben gegriffen scheinen. Keiner von ihnen ist perfekt, sie haben ihre Schwächen und machen Fehler, aber genau aus diesem Grund sind sie durchwegs so sympathisch. Neben Amy und Roger habe ich mich auch den Nebencharakteren sofort verbunden gefühlt, die so facettenreich sind wie man es bei Nebencharakteren nur selten erlebt.

Emotional entführt uns Morgan Matson auf eine Achterbahn der Gefühle. Amy geht es zu Beginn der Reise nicht besonders gut, sie hat den Tod ihres Vaters noch nicht verarbeitet und die letzten Wochen alleine in ihrem Zuhause verbracht während ihre Mutter damit beschäftigt war an einem neuen Ort ein Leben für sie aufzubauen. Jetzt ihre Vergangenheit loslassen zu müssen fällt ihr sehr schwer und es wird kein Gedanke ans Vorausschauen verschwendet. Aber mit der Zeit setzt sich Amy mit diesen bedrückenden Gedanken auseinander und kann wieder Freude am Leben haben. Und doch gibt es da die Momente, die sich einschleichen und einen wieder zurück in diese Grube der Negativität holen. Zum Glück ist Amy nicht alleine und auch wenn sich Roger auch seiner Zukunft und seinen Wünschen und Erwartungen ans Leben stellen muss, so gehen sie diesen Weg doch gemeinsam und kommen sich dabei ein kleines Stück näher. Und beim nächsten Reiseabschnitt ein weiteres Stück. Bis sie dann irgendwann merken, dass da mehr zwischen ihnen ist. Diese langsame Entwicklung war sehr realistisch und gefühlvoll und zu keiner Minute überzogen.

Das i-Tüpfelchen zu dieser schönen und ergreifenden Geschichte war schließlich die Gestaltung und dabei meine ich nicht nur das Cover. Das gesamte Buch enthält liebevolle Details, die dem Leser das Gefühl vermitteln man wäre selbst mit in diesem Auto quer durch die USA. So enthält jedes Kapitel, jeder Streckenabschnitt den die beiden fahren nicht nur die persönlichen Play Lists von ihnen (über lange Strecken erstmal nur die von Roger, während sich erst später Amys Musikwünsche einschleichen), sondern auch Fotos von den Orten an denen sie waren, Rechnungen aus Cafes und Diners, Auszüge aus einem Reisetagebuch mit Einträgen wie der jeweilige Bundesstaat so ist, was man sich erwartet hat und was man erlebt hat. Dazu Zeichnungen, die Erlebnisse widerspiegeln und noch vieles mehr, das man hier gar nicht zur Gänze beschreiben kann. Ich habe es so genossen diese Kleinigkeiten zu entdecken und aufzunehmen und es hat mich nur noch mehr wünschen lassen, selbst ins Auto zu steigen und einfach drauf los zu fahren. Mit diesem Detail hat sich dieses Buch einen Ehrenplatz in meinem Regal ergattert und ich freue mich schon auf den ersten Reread.

Amy & Roger’s Epic Detour ist heuer das Sommerbuch schlechthin für mich gewesen, auch wenn es von der Stimmung her auch mal bedrückt und traurig war. Aber mit jedem Schritt in Richtung Ziel und jeder neuen Erkenntnis, die Amy und Roger über sich gelernt haben, lernt auch der Leser dazu und findet dabei ein Stücken von sich selbst. So lange wie es gedauert hat, dass ich überhaupt ein Buch von Morgan Matson gelesen habe, soll es nicht dauern bis ich mich in einem weiteren Buch verlieren werde. Die meisten von euch werden das Buch wahrscheinlich schon kennen, aber trotzdem möchte ich es an dieser Stelle noch all jenen empfehlen, die selbst einen Road Trip erleben möchten, die auf der Suche nach sich selbst sind und die sich in einer zarten Liebesgeschichte verlieren möchten.
Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Wunderschöne Rezi! Das Buch war und ist eines meiner absoluten Highlights und du hast ganz toll beschrieben, was "Amy&Roger" so besonders macht <3

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    1. Danke <3
      Ich bin nun schon so gespannt auf Second Chance Summer, aber ich glaube das werde ich mir fürs nächste Jahr aufheben und von Morgan Matson nicht gleich alles weg lesen. Das Buch soll ja auch so schön wie Amy & Roger sein.

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