Review: How My Summer Went Up in Flames by Jennifer Salvato Doktorski

Donnerstag, 15. August 2013


Paperback Ausgabe 320 Seiten
ISBN 9781442459397


Serie: Stand Alone
Deutsche Übersetzung: noch nichts bekannt
Englischniveau: 1 (= leicht)





„Rosie’s always been impulsive. She didn’t intend to set her cheating ex-boyfriend’s car on fire. And she never thought her attempts to make amends could be considered stalking. So when she’s served with a temporary restraining order on the first day of summer vacation, she’s heartbroken—and furious.

To put distance between Rosie and her ex, Rosie’s parents send her on a cross-country road trip with responsible, reliable neighbor Matty and his two friends. Forget freedom of the road, Rosie wants to hitchhike home and win back her ex. But her determination starts to dwindle with each passing mile. Because Rosie’s spark of anger? It may have just ignited a romance with someone new…“

Review
Rosie ist absolut verrückt. Erst verliebt, dann abserviert wegen einer anderen. Kein Wunder, dass sie da leicht auszuckt und die Erinnerungsstücke an ihren Ex in Brand setzt. Und vielleicht eine Mail oder SMS zu viel geschickt hat. Aber wer rechnet auch damit, dass dieser Kerl sich gleich angegriffen fühlt und plötzlich eine Einstweilige Verfügung bei Rosie ins Haus flattert. Dass ihre Eltern davon wenig begeistern sind muss wohl nicht extra erwähnt bleiben und auch Rosie erkennt sich selbst nicht wieder. Was ist da nur aus ihr geworden?

How My Summer Went Up in Flames ist der perfekte Titel für dieses Buch. Es deutet auf den Beginn der Geschichte hin, als Rosie die Kontrolle über ihr Leben verliert. Im einen Moment war alles noch perfekt und der Sommer geplant, dann betrügt ihr Ex sie und erwirkt eine Einstweilige Verfügung gegen sie. Dabei möchte sie doch nur mit ihm reden und damit vielleicht alles wieder gerade rücken. Dass es nicht so leicht wird, ist bald klar. Um ein bisschen Distanz zu schaffen schlägt Matty (ein wirklich süßes Kerlchen, der Rosies Nachbar ist, in dem sie aber nur den kleine Bruder sieht mit dem sie sich super versteht) vor, dass Rosie ihn und zwei Freude doch auf einen Road Trip nach Arizona begleiten könnte. Ein bisschen Abstand gewinnen wäre gar nicht schlecht und ehe man sichs versieht wird die Idee auch umgesetzt.

Mit den Charakteren hat Jennifer Salvato Doktorski eine sehr sympathische Gruppe geschaffen. Von Matty, der immer für Rosie da ist und sich um sie sorgt (den ich aber zugegeben ein paar Mal auch als überfürsorglich empfand und als einen Jungen, der sich zu viel heraus nimmt bei Rosie), über Spencer und Logan, den beiden Jungs, mit denen sie nach Arizona fahren und die leichte Nerd-Anwandlungen haben, über die verständnisvollen Eltern, die ihre Tochter auch nicht mehr erkennen hin zum Bruder, der sowieso der Meinung war, dass ihr Ex ein Idiot und viel zu gut für sie ist. Dazu noch Rosies Freundinnen, die ihr immer zur Seite stehen und sie unterstützen wo sie nur können. Avery hat mir dabei sehr gut gefallen – die beiden lernen sich über Logan kennen, verstehen sich aber sofort sehr gut und es ist Avery, die Rosie eine Idee für ihre Zukunft in den Kopf setzt, die sie nicht mehr loslassen sollte.

Eigentlich wollte Rosie gar nicht mitfahren, aber schlussendlich sollten diese neun Tage alles für sie verändern. Ihre Entwicklung kann man sehr gut nachvollziehen – zu Beginn drehen sich ihre Gedanken noch viel um ihren Exfreund, während sie die Reise selbst gar nicht genießen kann. Sie ist von allem genervt und fühlt sich nur bedingt wohl mit drei Jungs im Auto. Aber mit jeder weiteren Stunde, jedem Kilometer, der hinter ihnen liegt fällt eine gewisse Anspannung von Rosie und wir lernen sie so kennen, wie sie vor ihrem Exfreund war. Als natürlich und ungezwungen, lebensfroh und spontan, als humorvoll und liebenswert. Rosie ist ein Charakter, mit dem man sich rasch identifizieren kann und mit jedem weiteren Zwischenstopp merkt man wie man als Leser selbst loslässt und ruhiger wird, so wie auch Rosie selbst. Die Gedanken schweifen endlich ab von ihrem Ex und konzentrieren sich auf ihr jetziges Abenteuer, das viel zu schnell vergehen sollte.

Ich bin eher über Zufall über dieses Buch gestolpert und hätte es vielleicht nicht unbedingt direkt nach Amy & Roger’s Epic Detour lesen sollen, das eine ähnliche Thematik hat. Aber ich habe es sehr genossen und mich an den anfänglichen Gemeinsamkeiten zu diesem Buch nicht gestört. Und je länger man liest, desto deutlicher wird, dass die Autorin einen ganz eigenen sehr schönen Stil hat. Ihre Landschaftsbeschreibungen lassen Bilder vor dem inneren Auge entstehen und man wünscht sich als Leser man könne sich selbst direkt ins Auto setzen und losfahren.

Der Klappentext deutet dann noch auf eine Liebesgeschichte hin, die aber keinesfalls die Handlung des Buches selbst überdeckt, sondern sehr zart beginnt. Alles andere wäre auch unrealistisch gewesen, wenn man bedenkt wie Rosie zu Beginn noch über ihren Exfreund denkt. Eine Handbewegung sollte hier zum Zeichen werden, wie sich die Beziehung zwischen den beiden über die Zeit verändert und das fand ich sehr süß. Dabei bleiben aber Rosie selbst und die Auswirkungen des Trips auf ihren Sommer im Vordergrund. Die Liebesgeschichte ist zwar ein schönes Extra, wäre aber für die Geschichte selbst nicht wichtig gewesen, denn die Charaktere konnten auch so überzeugen und begeistern.

Wer also Lust auf einen Road Trip von New Jersey aus zur Westküste hat, ist hier genau richtig. Zwar hatte es das Buch im direkten Vergleich mit Amy & Roger’s Epic Detour etwas schwierig, aber es kann absolut mithalten! Es fehlen nur die liebevoll gestalteten Details im Inneren, ansonsten hat mich diese Geschichte sofort angesprochen und mich gut unterhalten. Ich werde die Autorin auf jeden Fall im Auge behalten und kann dieses Buch nur empfehlen.
Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Huhu!

    Das Buch hätte ich mir anhand des Titels nicht näher angeschaut, aber dann bin ich in deiner Rezi auf "Amy&Roger" gestoßen und musste mir das Ganze nochmal genauer durchlesen. Und jetzt? Jetzt gibt es (schon wieder) ein neues Buch für den Wunschbrunnen. Klingt wirklich ein bisschen ähnlich zu MOrgan Matsons Roman, aber wenn du schreibst, dass es dir sogar direkt danach gut gefallen hat, dann muss ich es unbedingt haben. Wer dem Vergleich it A&R standhalten kann, der verdient es gelesen zu werden :)

    Vielen Dank für die Rezi!

    PS: Kann es sein, dass nachdem zweiten Textblock mit dem Absatz etwas nicht stimmt oder ein bisschen Text fehlt? Der Satz hört mitten drin auf.

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    1. Huhu,

      Amy & Roger's Epic Detour fand ich trotzdem schöner, aber das Buch hier ist gar nicht mal so schlecht ;) Anfangs ist Rosie zwar ein bisschen eigen, aber sie wird immer sympathischer und dann macht der Trip erst richtig Spaß, als auch sie ihn genießen kann.

      Ah, danke dir für den Hinweis - da kann man wohl noch so oft drüber lesen vorher, man übersieht trotzdem was, dabei war es nur so was Kleines. Habe ich aber direkt geändert.

      Liebe Grüße, Melli

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    2. Amy&Roger setzt auch Maßstäbe ^^ Allein schon, dass ein Buch diesem Vergleich näherungsweise stand hält, macht es für mich interessant. Und die Wunschliste ist ja dankbarer als der SuB und ruft nicht ganz so laut und vorwurfsvoll unseren Namen ;)

      Liebe Grüße

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    3. Wobei die Grundstimmung schon eine andere ist - Amy & Roger fällt um einiges trauriger und gefühlsvoller aus, aber bei How My Summer Went Up in Flames kann man auch schön loslassen ohne mit den Tränen kämpfen zu müssen.

      Und du hast Recht, Wunschlisten sind wirklich dankbar und die Bücher warten da geduldig auf den richtigen Augenblick ;) und den gibt es für jedes Buch *hach*

      Liebe Grüße, Melli

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