Review: To Sir Phillip, With Love by Julia Quinn

Donnerstag, 2. Mai 2013


Paperback Ausgabe 372 Seiten
ISBN 9780749936617


Serie: Bridgertons #5
Deutsche Übersetzung: In Liebe, Ihre Eloise
Englischniveau: 1 (= leicht)
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„Sir Phillip knew from his correspondence with his dead wife's distant cousin that Eloise Bridgerton was a spinster, and so he'd proposed, figuring that she'd be homely and unassuming, and more than a little desperate for an offer of marriage. Except . . . she wasn't. The beautiful woman on his doorstep was anything but quiet, and when she stopped talking long enough to close her mouth, all he wanted to do was kiss her...
Eloise Bridgerton couldn't marry a man she had never met! But then she started thinking... and wondering... and before she knew it, she was in a hired carriage in the middle of the night, on her way to meet the man she hoped might be her perfect match. Except... he wasn't. Her perfect husband wouldn't be so moody and ill-mannered. And he certainly should have mentioned that he had two young - and decidedly unruly - children, as much in need of a mother as Phillip is in need of a wife.

Review
So begeistert ich von der Reihe bisher auch war (der Vorgängerband stellte ja zeitweise eine Ausnahme dar) so enttäuscht bin ich doch von To Sir Phillip, With Love. Ich konnte die Stärken der Autorin hier nicht erkennen, die Charaktere blieben leider etwas lieblos und mit der Verlegung des Schauplatzes weg von London ging für mich auch ein bisschen von der bisher tollen Stimmung verloren. Zudem werden die übrigen Bridgertons etwas an den Rand gedrängt und nehmen an diesem Buch nicht so viel Anteil wie man es von den vorherigen Geschichten gewohnt war.

Wie schon erwähnt war ich von den Charakteren etwas enttäuscht. Eloise fand ich in den vorherigen Bänden immer grandios, sie ließ sich nie unterkriegen und hat eine ganz eigene Art, die ich absolut liebenswert fand. Sie diskutiert gerne, hat zu jedem Thema eine eigene Ansicht, ist humorvoll und neugierig bis zum geht nicht mehr. Nun hat sie aber selbst ein Geheimnis, das sie gut gehütet hat und lässt sich auf ein Abenteuer ein mit dem ihre Familie wohl nicht ganz einverstanden gewesen wäre, hätten sie vorher davon gewusst. Besonders nicht, dass sie es alleine begeht. Auf der anderen Seite haben wir Sir Phillip, der nach dem Tod seiner Frau nun mit zwei Kindern alleine da steht. Er ist Botaniker und versteht seine Pflanzen fast besser als seine Kinder. Das merkt man im Umgang mit den Kleinen auch, die sich nicht zähmen lassen und den Haushalt fest im Griff haben. Und eigentlich sucht Phillip nun nur eine neue Mutter für seine Kinder, eine Position mit der Eloise nicht gerechnet hat, als sie die Reise zum ihm antrat.

An sich also eine interessante Ausgangssituation, die im weiteren Verlauf leider nachgelassen hat. Eloise hat ihre spritzige Art verloren und ich erkannte sie hier gar nicht wieder. Zu Phillip konnte ich erst gar keine Beziehung aufbauen, weil er gedanklich oft abdriftete. Was mit einem Brief begann sollte bald mehr werden, aber ich blieb über die gesamte Entwicklung der Beziehung außen vor. Bei meinen hohen Erwartungen war der Sturz in die Realität umso schwieriger zu verkraften, aber ich hatte mir einfach mehr gewünscht für Eloise und finde nicht, dass sie das in Phillip gefunden hat.

Schlussendlich ist dieser Band der bisher Schwächste in der Reihe für mich und konnte kaum von sich überzeugen. Wäre ich nicht etwas voreingenommen bei dieser Reihe wäre die Wertung wohl noch weiter ins Durchschnittliche gerutscht. Hier konnte sich das Buch wirklich nur dank Autorennamen retten, bei jedem anderen wäre meine Kritik wahrscheinlich stärker ausgefallen, das muss ich an dieser Stelle wirklich zugeben. Aber sei es drum, der nächste Band liegt schon hier bereit und wird mich hoffentlich wieder mehr begeistern können. 
 Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Für mich ist der Band auch nicht gerade ein Höhepunkt der Serie. Wobei ich mich bei den Szenen mit Eloise und den Kindern ganz gut amüsiert habe. Ich habe Eloise und Phillip auch nicht abgenommen, dass sie sich ineinander verliebt haben. Ich kann grundsätzlich auch gut mit "Vernunftehen" leben, aber dann sollte die Geschichte auch dementsprechend erzählt werden ...

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    1. Genau das finde ich auch! Das hier war einfach eine merkwürdige Mischung aus Möchtegern-Liebesbeziehung und Vernunftehe - keines von beiden hat richtig gepasst und hätte sich die Autorin für einen Weg entschieden und den dann durchgezogen, hätte ich das auch besser gefunden. Aber besonders schade war für mich halt was aus Eloise geworden ist. Man möchte meinen man hat hier eine ganz andere Frau vor sich :/
      Ein paar Bücher habe ich ja noch vor mir und hoffentlich gefallen mir die wieder besser.

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    2. Ich bin mir sicher, dass dir die anderen Bände wieder besser gefallen werden! Francescas Geschichte ist sehr tragisch und romantisch, Gregorys Geschichte fand ich wieder sehr amüsant (wenn auch besonders vorhersehbar) und mit Hyazinth hat Julia Quinn versucht einen ungewöhnlichen Weg einzuschlagen. ;)

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    3. Siehst du, und so schnell bekomme ich wieder Lust auf die Reihe ;) vor allem, weil ich nicht glaube, dass du mir verrätst was es mit Hyazinth auf sich haben wird *g*

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    4. :D Natürlich verrate ich dir nichts! Das musst du schon alles selber entdecken. :)

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    5. Ich habs mir schon gedacht ;) Ist vielleicht auch besser so, wer weiß ob mir das dann nicht die Freude aufs Lesen genommen hätte *g* aber ich und meine Neugierde halt...

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  2. Ne, dass klingt nicht so nach etwas für mich. Bei hist. Liebesromane bleibe ich eher meinen Lieblingsautorinnen (Susan Carroll und Kat Martin) treu. Von denen habe ich auch noch einen Haufen Bücher auf dem SUB. Allerdings habe ich schon einige über Julia Quinn schwärmen hören.
    Ich habe übrigens "Head over Heels" jetzt beendet. War ein 5 Sterne Buch für mich, also richtig klasse. Chloe war ein genialer und sehr sympathischer Charakter und Sawyer sexy und zu gut für die Welt. :)
    LG
    Sunny

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    1. Dabei kann ich die Autorin wirklich empfehlen - sie hat mit dieser Reihe eine tolle Mischung geschaffen aus historischem Setting und humorvoller Unterhaltung. Die Charaktere sind absolut liebenswert und ich mag ihre Natürlichkeit. Andere Bücher dieses Genres sind viel ernster und 'steifer', was zwischendurch natürlich auch gut tut, aber diese Lockerheit hier hat mich immer besonders angesprochen. Nur war in diesem Band leider nichts davon zu merken... wobei ich einer Autorin schon mal ein kleines Tief verzeihe und hoffe, dass es nicht wieder vorkommt.
      Und wenn man historisches Liebesromane mag sollte man Julia Quinn zumindest mal anlesen ;) Ich kenne auf Anhieb niemanden dem die Reihe absolut nicht gefallen würde.

      Ui super, das war dann ja ein Volltreffer!! Chloe war von den Schwestern übrigens auch mein Lieblingscharakter - und Sawyer *hach* überhaupt haben mir die Männer hier alle sehr gut gefallen ;)

      Liebe Grüße, Melli

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  3. Den Anfang fand ich ja ganz gut, besonders mit den Kindern. *gg* Die zwei waren einfach herrlich, aber dass sie sich zum Schluss hin so brav verhalten haben, war ein bissel unglaubwürdig. Auch Philips Entwicklung war ein bisschen... naja, fragwürdig. Gute Ansätze waren da, aber leider nicht ganz ausgeschöpft.

    Aber trotzdem habe ich die Bridgertons stets in guter Erinnerung. Als meine ersten Historicals darf das ja wohl auch sein, oder?

    Aber es gibt so viele schöne Historicals. Hab ja gestern erst "When She Said I Do" von Celeste Bradley zu Ende gelesen. Nicht perfekt, aber schön. Kommt auf dem Grundaufbau von "die Schöne und das Biest" recht nahe, wenn auch mit Spionen und und und. *seufz*

    Ich sollte langsam wirklich mal wieder weg von den Historicals, sonst bleib ich da noch für den Rest des Jahres... Vielleicht les ich als nächstes "Dark Destiny" oder doch eher die Pacific Heat Bücher von Jill Shalvis, die Anfang der Woche auf meinen Reader eingezogen sind. *grübel*

    So, ich wird dann auch mal und wünsche dir ein schönes WE.

    Viele liebe Grüße,
    Mandy

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    1. Du sagst es - gute Ansätze ja, gute Umsetzung leider nein :(

      Aber die Bridgertons bleiben auch eine meiner Lieblingsreihen in diesem Genre! Es gibt überall mal Höhen und Tiefen und ich hoffe, letztere lasse ich jetzt hinter mir in dieser Reihe.

      *mir schon wieder Notizen mache* Von Celeste Bradley kenne ich auch noch nichts, wieder ne Autorin die ich mir mal ansehen sollte. Was meinst du, soll ich mir gleich "When She Said I Do" näher ansehen oder hast du einen Favoriten von ihr? Obwohl mir das Grundthema schon gut gefällt.

      Jaaaaa zu beiden - erst Dark Destiny und dann die Pacific Heat Bücher, die sorgen für gute Stimmung! Und ich mag endlich mit dir über Dark Destiny plaudern!!

      Liebe Grüße zurück :)
      Melli

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