Review: Der Kuss des Greifen by Thea Harrison

Dienstag, 19. März 2013



Taschenbuch Ausgabe 464 Seiten
ISBN 9783802586514 Egmont Lyx Verlag


Serie: Elder Races #3
Originaltitel: Serpent’s Kiss
Review zu Band #1Band #2




„Um das Leben eines Freundes zu retten, geht der Wyr-Krieger Rune einen Pakt mit der Vampirkönigin Carling ein. Als er seine Seite des Abkommens erfüllen will, muss er feststellen, dass die Königin unter einer gefährlichen Krankheit leidet und zunehmend den Verstand verliert. Rune, der sich unwiderstehlich zu Carling hingezogen fühlt, riskiert alles, um ihr zu helfen.“

Review
Dieses Buch war eine einzige Überraschung für mich. Ein ergreifender Moment folgte dem nächsten und damit hatte ich zu Beginn gar nicht gerechnet. Die Protagonisten hatten wir schon im Vorgängerband kennen gelernt – Rune und Carling, aber nie hätte ich vermutet wie explosiv es zwischen ihnen her gehen kann. Und wenn man sich am Beginn des Buches befindet ist es da auch noch gar nicht. Denn das Buch kann zwar unterhalten, aber richtige Begeisterung kam bei mir erst mit den Ausflügen in Carlings Träume, wenn wir sie jetzt mal so bezeichnen möchten. Ab diesem Zeitpunkt hatte mich Thea Harrison voll und ganz in ihren Händen und es wäre mir unmöglich gewesen das Buch dann noch aus der Hand zu legen.

In erster Linie liegt das an Carling, die eine unglaubliche Wandlung durch macht. Und wer sie kennt wird ihr das gar nicht zutrauen, ich hatte sie da völlig falsch eingeschätzt und war dementsprechend skeptisch, wie sie als Heldin wohl funktionieren könnte. Sie hat im Zuge ihres Lebens nicht nur reichlich an Erfahrungen gesammelt, sondern auch jede Menge Macht.  Und zwar so viel, dass sie sie nicht immer unter Kontrolle zu haben scheint. Zudem ernährt sie sich von Gefühlen, unterliegt aber immer öfters einem Trancezustand und verliert sich selbst. Sie ist analytisch, gefühlskalt und als Leser fiel es mir schwer eine Bindung zu ihr aufzubauen. Aber wie gesagt kommen die ergreifenden und alles verändernden Momente erst ein wenig später und sollten nicht nur Carling vollkommen beeinflussen und sie zu einem neuen Menschen machen, nein auch der Leser sieht sich plötzlich nicht mehr im Stande ihr zu widerstehen.

Ich muss mich dieses Mal wirklich sehr bemühen ja nicht zu viel zu verraten, weil ich möchte, dass euch die Geschichte ebenso überrascht wie mich und kann darum nur sagen, dass ich die Idee hinter Carlings Trancezuständen sehr gut fand. Thea Harrison hat diese Herausforderung gemeistert und auch im Nachhinein ergeben sich keine Logikfehler in der Handlung. Sie berücksichtigt sogar Geschehnisse aus den Vorgängerbänden und plötzlich erscheint vieles in einem neuen Licht. Das Ende hätte vielleicht etwas besser, sprich detaillierter, ausgearbeitet sein können, aber das hat mich dann auch gar nicht gestört. Vor allem auch, weil ich nicht glaube, dass wir die Charaktere zum letzten Mal gesehen haben. Schließlich kann das nicht alles gewesen sein und wenn eine Person so viel Macht in sich trägt muss einfach noch etwas kommen.

Wer also wie ich zuerst dachte, dass Carling als Heldin doch nie funktionieren könnte muss diesem Band dennoch eine Chance geben. Denn glaubt mir, ihr werdet gar nicht schnell genug lesen können bis euch Carling eines Besseren belehren. Mit Rune dagegen verbindet den Leser ein sehr angenehmes Verhältnis und das von Anfang an. Er hat die Zeit viel besser als Carling überstanden und fühlt sich in der veränderte Welt sehr wohl. Zwar kommt immer mal wieder etwas Unruhe auf, aber er was damit umzugehen und ist trotz Gefühlsausbrüchen von der Grundstimmung her doch ausgeglichen. Man merkt einfach, dass er sich in seiner Haut wohl fühlt und er tritt der Welt nicht arrogant, aber doch selbstbewusst gegenüber.

Thea Harrison hat mit Der Kuss des Greifen einen weiteren tollen Band in dieser Reihe erschaffen, ihre Welt noch detaillierter ausgearbeitet und zudem noch eine furchtbar interessante Grundlage für den nächsten Teil ausgebreitet. Und wenn ich furchtbar interessant sage, dann ist das absolut objektiv gemeint – wir sehen das nächste Heldenpaar zwar nur kurz, aber sie könnten kaum unterschiedlicher sein und ich sehe schon wie der nächste arrogante Alphamann von seinem Thron gestürzt wird. Und ich werde dabei sein. Das Feuer des Dämons kann gar nicht früh genug erscheinen.
Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Ich fand es bei meiner Rezension auch schwierig, nicht zu viel zu verraten und trotzdem etwas über das Buch zu erzählen.

    LG Heather

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    1. Bei anderen Büchern fand ich es nicht so schwierig, aber hier hatte ich wirklich das Gefühl ich würde mit allem was ich sage schon zu viel verraten. Viele Leser sind da ja wirklich auf Zack und da möchte ich natürlich keine Überraschung vornweg nehmen. Aber es beruhigt mich zu wissen, dass es auch dir so dabei ging :)
      Liebe Grüße

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