Review: The Raven Prince by Elizabeth Hoyt

Dienstag, 4. Dezember 2012



Paperback Ausgabe 356 Seiten
ISBN 9781455513581


Serie: Princes Trilogy #1
Deutsche Übersetzung: Aphrodites Schwester/ Die Schöne mit der Maske
Englischniveau: 2 (= mittel)



„There comes a time in a woman's life when she must do the unthinkable - and find employment. For the widowed Anna Wren, that means taking a job as female secretary for the Earl of Swartingham. Secretaries are always male - never female - as Anna well knows but the real downfall of her career is the realization that she is falling in love with Edward de Raaf - the Earl. But when she realizes that he is going to visit a brothel in London to take care of his 'manly' desires, Anna sees red - and decides to take advantage of the opportunity to also take care of her 'womanly' desires - with the Earl as her unknowing lover. But the Earl has another reason for going to London. He is formalising his betrothal and trying (with little success) to forget about a secretary that has no right being female. Unhandsome, he knows that no woman wants him. Except for the mysterious lady with whom he spent two unforgettable nights at Aphrodite's Grotto, the most scandalous brothel in London. But when Anna's plan is revealed, a bit of blackmail is thrown into the mix, a proposal is rejected and even the Earl himself will be unprepared for the intrigues that ensnare them.

Review
Ich weiß nicht genau was ich mir von diesem Buch erwartet hatte, aber zumindest kann ich sagen, dass es anders kam als gedacht. Zu Beginn hatte ich ein paar Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu finden. Das dürfte wohl auch mit der zweiten Geschichte zusammen hängen, die jeweils zu Kapitelanfang erzählt wurde. Diese konnte ich lange nicht einordnen, weil sie für mich keinen Bezug zum eigentlichen Paar hatte und für mich etwas in der Luft hing. Erst mit fortschreitender Handlung ergab es für mich mehr Sinn und ich konnte sie mit einbeziehen. Zudem musste ich mich erst an Elizabeth Hoyts Schreibstil gewöhnen, der nicht ganz so locker war, wie ich es von anderen Historischen Romanen gewohnt war. Wie gesagt, das ist eine reine Gewöhnungs- und Einstellungssache und ich brauchte einfach ein wenig um mich damit wohl zu fühlen. Nach ein paar Kapiteln konnte ich Elizabeth Hoyts Geschichte aber voll und ganz genießen.

Im Mittelpunkt stehen hier Anne und Edward, ein etwas ungleiches Paar, das sich dennoch zu ergänzen scheint. Anne wirkt auf Edward viel unschuldiger, als sie in Wirklichkeit ist und das führt zu so manch unterhaltsamer Szene. Auch ist es Anne, die schließlich den ersten Schritt macht, während sich Edward immer wieder zurückzieht. Schließlich hat er andere Vorstellungen, plant eine Frau zu heiraten, die er noch nicht kennt, aber standesgemäß wäre. Zudem ist Edward alles andere als ein perfekter Held, er hat Pockennarben, die ihn aber menschlicher erscheinen lassen. Negativ fällt zu Beginn aber seine ruppige Art auf und sein Umgang mit seinen Mitmenschen. Dieser ist nicht von Freundlichkeit oder Nettigkeiten geprägt, vielmehr hat er eine sehr direkte Art und wenn etwas nicht nach seinen Vorstellungen geschieht kann er schon ungemütlich werden.  Anne stattdessen hat ein weiches Herz und freundet sich sogar mit einer Kurtisane an, die ihr wiederum neue Möglichkeiten eröffnet. Die Beziehung zwischen Anne und Edward ist zu Beginn keine stürmische, die Annäherung ist eher zögerlich und sanft. Das sollte sich aber spätestens mit dem Besuch in London ändern. Dennoch hätte ich mir allgemein mehr romantische Momente gewünscht bzw. mehr Gefühl an sich.

Ein wenig unzufrieden bin ich mit der Darstellung der Nebencharaktere. Elizabeth Hoyt stellt zahlreiche Nebencharaktere vor, die in ihren Grundzügen durchaus interessante Charakterzüge tragen. Bei der Umsetzung gab es für mich leider einige Mängel, so blieben diese Personen farblos und man lernte sie nur oberflächlich kennen. Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn sich die Autorin auf weniger Charaktere beschränkt und sich für diese mehr Zeit genommen hätte.

Sehr schön dagegen fand ich die eingearbeitete zweite Geschichte, die jeweils zu Kapitelanfang erzählt wurde und sich über das gesamte Buch erstreckte. ‚The Raven Prince’ verleiht nicht nur dem Buch einen tollen Namen, sondern wird zu einer sehr ergreifenden märchenhaften Erzählung, die mich bald ebenso in seinen Bann zog wie die eigentliche Geschichte. Und dass Edward das Buch immer noch aufbewahrte hat ihn noch sympathischer erscheinen lassen.

Für mich war The Raven Prince das erste Buch von Elizabeth Hoyt, aber sicherlich nicht das Letzte. Das Buch selbst besticht mit einer bodenständigen Geschichte und einem Märchen, das dem Ganzen eine besondere Note verleiht.
Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Huhu Mel :)

    hmz.... das ist oft das Problem, ich stelle mir das auch sehr schwierig vor die "Nebencharaktere" tiefer mit ein zu beziehen bzw. tiefere Blicke in diese zu gewähren. Man müsste mal schauen ob das evt. eines ihrer ersten Bücher war :) Da ist man ja oft noch bissl öhm unbedarft ^^

    Es ist dir hier wieder eine sehr schöne Rezi gelungen :)

    LG
    Romi

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    1. Ich glaube es lag eher daran, dass es so viele Nebencharaktere gab und damit eben weniger Raum war um auf jeden stärker einzugehen. Und soweit ich weiß, ist es tatsächlich eines ihrer frühesten Werke, aber ich möchte die Fortsetzungen gerne noch lesen und habe aus einer anderen Reihe auch eins hier - also lass ich mich überraschen wie sie sich noch entwickelt hat ;)

      Liebe Grüße, Melanie

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  2. ARRGGGHHH! Eigentlich wollte ich gern noch eine Weile um die Bücher der Prince-Trilogie rumschleichen, doch du machst mir da jetzt einen Strich durch die Rechnung. *pfft* So, ich geb dir jetzt mal ganz frech die Schuld, dass ich alle drei Bücher der Reihe bestellt habe. :P

    Irgendwie war der Plot zu verführerisch. *gg*

    Liebe Grüße,
    Mandy

    P.S.: eMail folgt später, hatte noch keine Zeit zum Schreiben. ^^'

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    1. Hach, es freut mich wirklich, dass du jetzt sogar schon Buchtipps zu historischen Liros von mir annimmst, weil ich mich in dem Genre ja immer noch höchstens oberflächlich auskenne und dementsprechend eingeschränkt meine Sichtweise ist. Ich drück die Daumen, dass dir die Bücher auch so gefallen wie mir :)

      Ich wünsche dir einen schönen 2. Advent!
      Liebe Grüße, Melli

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