Review [Christmas Edition] A Virgin River Christmas by Robyn Carr

Sonntag, 2. Dezember 2012

Part I
Winterwonderland - ich könnte mir den 1. Advent kaum schöner vorstellen. Heute Nacht hat es hier zu schneien begonnen, alles in ein bisschen angezuckert und auch wenn heute Sonntag ist merkt man hier doch, dass die Welt ein bisschen ruhiger und stiller wird. Für mich gibt es zur Weihnachtszeit ja kaum etwas Schöneres, wenn ich nicht selbst unendlich viel zu erledigen habe. Aber so kann ich es mir gemütlich machen, Tee und Kekse genießen und nachher die erste Kerze am Adventskranz anzünden. Und in der Zwischenzeit möchte ich euch jenes Buch vorstellen, das ich in der letzten Woche fürs Adventlesen gelesen habe. Entschieden habe ich mich dann für A Virgin River Christmas von Robyn Carr, nachdem ich immer neugieriger darauf wurde. An den Adventsonntagen gibt es also von meiner Seite aus einmal Rezensionen, aber ein wenig abgeändert und mit zusätzlichem Geplauder. Ich habe mir eure Posts zu dieser Aktion übrigens bewusst noch nicht vorher angeschaut und bin schon neugierig was ihr euch so habt einfallen lassen und vor allem auch, welches Buch bzw. welche Kurzgeschichte ihr gelesen habt! Meinen Wunschzettel werde ich direkt mal bereit halten ;) Dann will ich nicht länger reden und direkt zur 1. Vorstellung übergehen...




Paperback Ausgabe 285 Seiten
ISBN 9780778325734


Serie: Virgin River #4
Deutsche Übersetzung: Wintermärchen in Virgin River
Englischniveau: 1-2




„Last Christmas Marcie Sullivan said a final goodbye to her husband, Bobby. This Christmas she's come to Virgin River to find the man who saved his life and gave her three more years to love him.Fellow marine Ian Buchanan dragged Bobby's shattered body onto a medical transport in Fallujah four years ago, then disappeared as soon as their unit arrived stateside. Since then, Marcie's letters to Ian have gone unanswered.
Marcie tracks Ian to the tiny mountain town of Virgin River and finds a man as wounded emotionally as Bobby was physically. But she is not easily scared off. As Marcie pushes her way into his rugged and reclusive life, she discovers a sweet but damaged soul beneath a rough exterior.
Ian doesn't know what to make of the determined young widow who forces him to look into the painful past and, what's worse, the uncertain future. But it is, after all, a season of miracles and maybe, just maybe, it's time to banish the ghosts and open his heart.“

Review
Ich habe mir sagen lassen, dass man diesen Weihnachtsband der Virgin River Reihe auch unabhängig lesen kann. Robyn Carr scheint ansonsten sehr viel Wert auf die Nebencharaktere zu legen und diese in den Geschichten immer stark einzubinden. Viele der Charaktere kennt man daher schon aus vorherigen Bänden, aber das ist in A Virgin River Christmas nur bedingt der Fall. Als Leser weiß man zwar, dass einige der Nebencharaktere ihre Geschichte bereits in früheren Bänden erzählen konnten, aber dieses Nicht-Genauer-Kennen hat mich nicht gestört. Die Autorin konzentriert sich hier wirklich auf Ian und Marcie, die Nebencharaktere tauchen zwar auf und sind sympathisch, aber sie bleiben definitiv im Hintergrund.

Den Anfang findet diese Geschichte in Marcies Wunsch Ian zu finden und sich zu versichern, dass es ihm gut geht. Er hat mit ihrem mittlerweile verstorbenen Mann Bobby im Krieg gedient, sich aber nach einer schweren Verletzung ihres Mannes zurück gezogen. Marcie waren nach dieser Verletzung noch drei Jahre mit Bobby geschenkt worden, die für sie sehr wichtig waren. Ian weiß davon aber nichts, weil er die an ihn adressierten Briefe nie gelesen hat. Er fühlt sich schuldig, weil er seinen Freund Bobby in ein Leben zurück gebracht hat, das dieser als Pflegefall verbringen musste. Das war mitunter ein Grund für seinen Rückzug aus der Gesellschaft. Man möchte nun vielleicht meinen, dass Ian ein Tortured Hero ist, aber dem ist nicht so. Er hat in diesen Jahren der Ruhe zu sich gefunden und ist zufrieden mit seinem überschaubaren Leben. Er hat eine kleine Hütte und verdient sich sein Geld mit dem Verkauf von Brennholz, das er selbst schlägert. Sein Leben ist damit sehr einfach gehalten, in das nun plötzlich Marcie stolpert und die mal für Abwechslung sorgt und Ian aus seinem Schneckenhaus lockt.

Robyn Carr schreibt durchaus angenehm, die Charaktere sind sympathisch und man kann sich mit ihnen identifizieren, aber so richtig mitreißen konnte sie mich nicht. Ich fühlte mich in der Geschichte nicht gefangen, konnte ohne Probleme jederzeit eine Pause einlegen und wurde bis zum Schluss das Gefühl nicht los etwas außen vor zu bleiben. Bei dieser Ausgangslage hätte ich es mir emotionaler vorgestellt, aber die Charaktere bleiben überraschend bodenständig - es gibt zwar durchaus ergreifende Momente, aber sie sind nicht von Dauer. Und obwohl Ian mit der Vergangenheit abgeschlossen zu haben scheint, war die Bindung zu ihn für mich stärker. Marcie hat durchaus ihre Stärken, aber ich konnte mich mit ihr nicht richtig identifizieren.

Womit ich gar nicht gerechnet hatte war der humorvolle Unterton, den Robyn Carr immer wieder aufblitzen lässt. Er dominiert die Geschichte nicht, trotzdem gibt es herrliche Szenen, bei denen man einfach Lachen musste. Ich denke da natürlich an Marcie und ihren Versuch einen Ofen einzuheizen oder ihren Zusammenstoß mit wilden Tieren. MIt solchen Momenten sorgt Marcie auch dafür, dass Ian etwas auftaut und aus sich herauskommt.

Insgesamt gesehen könnte ich nicht sagen, dass dieser erste Ausflug in die Welt von Virgin River eine Enttäuschung wäre und ich werde sicherlich weitere Bände von Robyn Carr probieren. Ich hätte mir vielleicht mehr erwartet und war dann über die Ruhe in der Geschichte selbst überrascht, dennoch war es ein angenehmes Lesen. Und vielleicht nimmt diese Weihnachtsgeschichte ja an sich eine gesonderte Rolle in der Reihe ein und die eigentlichen Bücher sind gefühlsintensiver. Es wird wohl nicht allzu lange dauern bis ich das selbst herausfinden werde...
Inhalt und Cover © Goodreads.com

Dieses Buch wurde ja für die Aktion Adventlesen gelesen und darum möchte ich an dieser Stelle auch auf den Aspekt Weihnachten/Weihnachtsstimmung eingehen, die das Buch vermittelt halt. Als Weihnachtsgeschichte selbst habe ich A Virgin River Christmas eher weniger gesehen. Die Handlung findet im Zeitraum von Thanksgiving bis Weihnachten statt, ist aber vom eigentlichen Weihnachtsgeschehen eher entfernt. Es gibt zwar durchaus einen riesigen Weihnachtsbaum in Virgin River, der von den Bewohnern geschmückt wurde und gleichzeitig ein Symbol für die Soldaten im Krieg ist und an Heiligabend werden ein paar Weihnachtslieder gesungen, aber ansonsten spielt dieses Fest keine große Rolle bzw. ziehen sich Ian und Marcie von etwaigen Weihnachtsvorbereitungen auch zurück. Die Charaktere bleiben für sich in ihrer kleinen Welt und auch wenn ich diese Stimmung zwischen ihnen genossen habe, so war diese doch nicht weihnachtlich. Sucht man nicht ausdrücklich nach einer Weihnachtsgeschichte bietet dieses Buch dennoch ein tolles Wintersetting, das nicht zu verachten ist - Schnee und Gemütlichkeit wird man auf jeden Fall finden, sowie die ein oder andere abenteuerliche Situation.

Ihr seht also, der Einstieg ins Adventlesen war für mich nicht ganz so weihnachtlich wie erwartet, aber ich hoffe dieser Aspekt kommt bei meiner nächsten Geschichte stärker hervor. Welche das sein wird weiß ich übrigens noch nicht - das werde ich später/morgen spontan entscheiden. In der Zwischenzeit möchte ich euch einen schönen und besinnlichen 1. Advent wünschen und ich freue mich schon auf eure Adventsbeiträge :)
Viele liebe Grüße,
Eure Melanie

Kommentare:

  1. Huhu Mel :)

    *lach* naja da ging es dir ja ein bisschen wie mir, in meinem Buch für "Weihnachtskurzgeschichten" kam es auch nicht wirklich sehr Weihnachtlich rüber und ich habe mich schwer damit getan.

    So hört sich dein Buch doch aber deutlich Weihnachtlicher an *lach* schade das dich das Buch nicht komplett überzeugen konnte, so finde ich aber war es ein leichter bzw. seichter Einstieg :)

    Vielen Dank dir!

    LG
    Romi

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    1. Menno, und dir natürlich noch einen schönen gemütlichen 1. Advent :)

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    2. Huhu Romi,

      ach wir fangen einfach alle eher gemütlich an, steigern uns dann und die letzte Geschichte vermittelt Weihnachtsstimmung pur - das wäre doch mal ein Plan ;)

      Ich wünsche dir auch noch einen schönen Abend :)
      liebe Grüße, Melanie

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  2. Auch ich wünsche dir einen schönen besinnlichen ersten Advent.

    Es ist sehr schade, dass auch du mit deinem ersten Buch nicht in sehr weihnachtliche Stimmung geraten bist. Aber ein paar tanzende Schneeflocken auf ein festlich geschmücktes Stadtbild bringt die ganz schnell wieder her. ;) Weihnachtslieder versuche ich nur Weihnachten zu hören, weil ich die sonst nicht mehr hören kann. *gg*

    Aber ich muss dir sagen, das Buch klingt dennoch reizvoll, auch wenn ich glaube, dass für ein wenig die Drama-Stimmung fehlt. Momentan bin ich ja so ein unglaublicher Drama-Fan. ;)

    Ich wünsche dir einen schönen Abend und eine gute neue Woche. ^^

    Viele liebe Grüße
    Mandy

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    1. Anscheinend hatten wir wirklich nicht das richtige Händchen ^^ ich muss mal direkt bei den anderen vorbei schauen, ob da manch einer mehr Glück hatte.

      Hach Schnee, heute gefällt er mir noch total gut, aber mal abwarten wie das morgen wieder wird, wenn ich raus muss *g*

      Und wirklich dramatisch war die Geschichte wirklich nicht, aber ich erwarte mir von den anderen Büchern der Reihe immer noch mehr und bilde mir ein, dass das hier eher ein Zwischenband war. Aber ich könnte dir jetzt gar kein Buch mit viel Dramatik empfehlen *grübel* Oder hast du selbst schon ein Buch gefunden, das genug Drama hat??

      Liebe Grüße, Melli

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  3. Schönen 1.Advent wünsche ich dir.

    Schade, dass deine Geschichte nicht so zu deiner Zufriedenheit ausgefallen ist, denn eigentlich hört es sich gar nicht schlecht an.

    LG
    Monika

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    1. Würde ich den Weihnachtsaspekt außer Acht lassen hat mir das Buch aber gar nicht so schlecht gefallen und ich bin eigentlich ganz zufrieden. Aber trotzdem hoffe ich, dass das nächste Buch weihnachtlicher ist, schließlich ist das ja auch der Gedanke der Aktion *g*

      Danke, ich wünsche dir auch noch einen schönen 1. Advent :)
      Liebe Grüße, Melanie

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