Series Review: Dragon’s Heat by Tessa Adams

Mittwoch, 7. November 2012


Paperback Ausgaben 301 Seiten │317 Seiten │320 Seiten
ISBNs 9780451230584 │9780451232632 │9780451234704

Serie: Dragon’s Heat 1–3
Deutsche Übersetzung: nicht bekannt
Englischniveau: 2 (= mittel)


“Prince Dylan MacLeod is one of the last pure-blood dragon shape- shifters-and ruler of a dying race, the Dragonstar clan. It falls to him to protect his people and their ancient magic. When a disease sweeps through the Dragonstars Dylan must venture to the human world to find a cure. He tracks down bio-chemist Phoebe Quillum, never imagining the beautiful scientist would be the mate he's been seeking.”

“Quinn Maguire is a powerful Dragonstar healer at a tragic loss, unable to cure the insidious disease killing off his people. Yet even in such dire circumstances the conservative Quinn is secretly disapproving of the alternative: Dr. Jasmine Kane, enlisted by the head of the Dragonstar clan to help abort the virus. She is a wild card. She is an outsider. She is human.

“Desperate to save his clan from a deadly biological threat and put an end to the war, Dragonstar sentry Logan Kelly infiltrates the Wyvernmoons. Their leader has recently died, their ranks are thin, and their only hope lies in Cecily Fournier, the princess whose grasp on the throne is shaky at best. All Logan has to do is stick around long enough to see his enemies fail. The plan is foolproof. Until he falls for Cecily.”

Series Review
Heute möchte ich euch nicht nur ein Buch vorstellen, sondern gleich eine ganze Reihe. Nun möchte ich euch natürlich erzählen was genau mir an den einzelnen Geschichten gefallen oder eben nicht so gefallen hat, aber dennoch einen Gesamtüberblick behalten und dabei auch Spoilerfrei bleiben!

Die Hintergrundgeschichte an sich ist ganz interessant. Mitglieder des Dragonstar Clans sterben, nicht erst seit Kurzem, sondern schon seit Längerem und obwohl Drachengestaltwandler üblicherweise nicht durch eine Krankheit ihren Tod finden ist es hier der Fall. Schnell wird klar, dass der Clan selbst keine Möglichkeit findet gegen diesen Virus anzukommen und so wird eine Forscherin, die von der Existenz der Drachen gar nicht weiß, mit ins Boot geholt. Dieses Virus, das die Drachen scheinbar zufällig befällt bzw. der Kampf dagegen und die Suche nach einem Gegenmittel bestimmen die Hintergrundhandlung der gesamten Reihe. Von der Grundidee her hat mir das sehr gut gefallen, leider lässt die Autorin ihre Leser da zugunsten erotischer Szenen etwas im Stich und außen vor. So machen die Charaktere selbst zwar Fortschritte in diesem Kampf gegen den Tod, aber als Leser erlebt man diese nicht mit, sondern bekommt sie meist erst im Anschluss präsentiert. Diese Distanz und einige holprige Überleitungen bei den Szenen haben in mir den Wunsch geweckt, dass sich die Autorin lieber etwas mehr Zeit für die Überarbeitung hätte nehmen sollen. 

Aber ich will gar nicht zu weit ausholen, sondern mich zuerst auf die einzelnen Bände konzentrieren: 

Dark Embers war für mich ein Reread – gelesen hatte ich dieses Buch zum ersten Mal letztes Jahr und die Geschichte gut in Erinnerung behalten. Darum wollte ich sie erneut lesen und die Fortsetzungen direkt anhängen. Und tatsächlich wurde ich von diesem Reread nicht enttäuscht. Dylan und Phoebe waren mir beide sofort sympathisch und die Autorin hat besonders ihr Kennenlernen sehr emotional dargestellt. Dementsprechend hoch waren dann meine Erwartungen an das übrige Buch, die leider enttäuscht wurden. Denn bereits hier zu Beginn hatte die Autorin den emotionalen Höhepunkt in dieser Geschichte erreicht und sehr bald drehte sich alles nur noch um die sexuelle Anziehung zwischen den Charakteren. Sowohl die Suche nach einem Mittel gegen den Virus, als auch die Vergangenheit der Charaktere traten nun in den Hintergrund. Der Erotikanteil nahm beständig zu, wogegen ich normalerweise zwar nichts habe, aber eine etwas andere Schwerpunktlegung hätte ich dennoch gerne gesehen bzw. war ich auf so eine Entwicklung auch nicht eingestellt. Diesen Reread habe ich mit leichten Abschlägen bei der Bewertung des Buches beendet, mich aber dennoch auf die Fortsetzungen gefreut.

Hidden Embers stellte nun die Geschichte von Quinn, dem Heiler des Dragonstar Clans, und Jasmine dar. Nachdem Phoebe in Band 1 eine wichtige Entdeckung das Virus betreffend gemacht hatte, fiel nun die Entscheidung eine weitere Person zur Erforschung hinzuziehen. In Hinsicht auf die Gefühle übertrifft dieser Band sogar seinen Vorgänger und geht stärker auf die Charaktere selbst ein. Für Quinn wird es immer schwieriger geliebte Menschen um sich herum zu verlieren ohne etwas dagegen tun zu können und diese Last wurde von Tessa Adams sehr gut dargestellt und ergreift den Leser direkt. Erst Jasmine gegenüber kann er sich öffnen und gewinnt dank ihr neue Hoffnung für seinen Clan. Als negativer Ausgleich dazu ist leider das überhetzte Ende zu nennen und die Tatsache, dass dieser Aspekt keinen runden Abschluss findet, sondern von der Autorin quasi im Vorbeigehen gelöst wird. Dennoch bleibt Hidden Embers mein Favorit in dieser Reihe, überzeugt und berührt er gefühlsmäßig doch am stärksten und lässt den Leser mit den Charakteren Freud und Leid teilen.

Forbidden Embers wurde nun den Abschluss der Reihe und gab Logan und der bisher unbekannten Cecily die Möglichkeit von sich zu erzählen. Besonders schade ist hier aber, dass die Bekämpfung gegen das Virus zurück geschraubt wurde und für die Handlung selbst immer mehr an Bedeutung verlor. Und genau das finde ich sehr enttäuschend, schließlich hat Tessa Adams viel Zeit in den Aufbau dieses Handlungsstrangs investiert, nur um ihn hier fast schon lieblos schleifen zu lassen. Damit stellt Forbidden Embers den für mich schwächsten Teil der Reihe dar, was aber auch an Logan und Cecily lag. In Cecily konnte ich mich kaum einfühlen oder gar mit ihr anfreunden, für eine zukünftige Anführerin ihres Clans war sie einfach zu weich und zu schwach in ihrer Persönlichkeit. Für offensichtliche Dinge war sie blind und sie wollte lange nicht die Probleme und auch Fehler ihres Clans sehen. Dylan dagegen machte sich selbst zum Märtyrer um einen Clan zu retten, der ihn einst aufgenommen hatte und zu seiner Familie geworden war. Dennoch kappt er die Bande zu dieser viel zu leicht, was einen leicht bitteren Nachgeschmack verursacht.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir die Dragon’s Heat Reihe zwar durchaus gefallen hat, aber so ihre Schwächen hatte. Ich war von der Fähigkeit der Autorin emotionale Momente (besonders zu Beginn eines Buches) mit erotischen Szenen zu kombinieren begeistert, auch wenn ich die Schwerpunktlegung letztendlich schade fand. Sowohl die Charaktere als auch die Hintergrundgeschichte an sich hätten nämlich mehr Potential gehabt, das Tessa Adams leider nicht ausschöpfen konnte. Auch bei den Nebencharakteren hat die Autorin eine gute Grundlage vorgelegt, erneut scheiterte sie aber bei der Umsetzung. So blieben diese zum größten Teil farblos und schafften es kaum zu überzeugen.

Was ich gerne gesehen hätte wäre eine intensivere Beschäftigung mit der Welt und Gesellschaft der Drachen, ein Spannungsbogen, der das Interesse der Leser vom Anfang bis zum Schluss hält und eine Ausgeglichenheit zwischen erotischen und emotionalen Momenten. In genau diesen wichtigen Punkten versagt die Autorin aber, mit dem Ergebnis, dass das Lesevergnügen mit der Zeit etwas auf der Strecke bleibt.

So bleibe ich doch mit offenen Fragen zurück, die bis zum Schluss nicht geklärt werden konnten, obwohl die Reihe mit diesen drei Bänden abgeschlossen sein müsste. Wer aber nach prickelnder Unterhaltung mit dem ein oder anderen emotionalen Höhepunkt sucht hat in der Dragon’s Heat Reihe wohl neues Lesefutter gefunden.

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. *das mal so größtenteils unterschreib und nach wie vor die Auffassung vertret, dass es eindeutig "Drachenpornos" sind*

    Von Handlung konnte man bei allen drei Büchern zeitweise kaum sprechen, obwohl vom Handlungsverlauf Band 1 noch der bessere war, Band 2 dafür, was Charaktertiefe und Emotionalität anging. Band 3 hingegen war mehr als nur schwach, leider in jeder Hinsicht. *seufz*

    Vorsicht betrifft andere Reihe!!!
    Da fällt mir gerade ein, ich habe gestern mal geschaut, wie es mit den Deborah Cooke Drachen so ausschaut und musste erstaunt feststellen, dass die Reihe ja doch mächtig gewaltig viele Bänder (mittlerweile) umfasst. *puh*

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    1. Und ich muss über 'Drachenporno' immer noch lachen, aber irgendwie passt der Begriff dann doch perfekt und könnte eigentlich zum Aushängeschild für die Reihe werden ;)

      Ich finde es immer noch unglaublich schade, dass der Handlungsverlauf so an Intensität verloren hat und zum Schluss vom ursprünglichen Gedanken kaum was übrig blieb. Das Ende von Band 2 wäre alleine zwar nicht besonders befriedigend gewesen, aber immer öfters kam mir der Gedanke, dass ich damit hätte zufrieden sein sollen ^^

      Ja, die Dragonfire Reihe läuft jetzt wirklich schon lange - zumindest hätten wir einiges an Lesestoff vor uns, wenn der 1. Band denn überzeugen kann *g* Puh, wobei ich grade sehe, dass alleine nächstes Jahr drei weitere Bände erscheinen oO
      Liebe Grüße

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