Review: Pleasure of a Dark Prince by Kresley Cole

Dienstag, 24. April 2012

Description:
Lucia the Huntress: as mysterious as she is exquisite, she harbors secrets that threaten to destroy her - and those she loves. Garreth MacRieve, Prince of the Lykae: the brutal Highland warrior who burns to finally claim this maddeningly sensual creature as his own. From the shadows, Garreth has long watched over Lucia. Now, the only way to keep the proud huntress safe from harm is to convince her to accept him as her guardian. To do this, Garreth will ruthlessly exploit Lucia's greatest weakness - her wanton desire for him.


Review:
Kresley Cole konnte mich bisher eigentlich immer überzeugen und ihre Charaktere für sich einnehmen. Aber was sich die Autorin bei diesem Buch hier gedacht hat, werde ich wohl nie verstehen. Mit Pleasure of a Dark Prince entführt uns die Autorin auf eine Reise in die Tiefen des Amazonas, mit übergroßen Lebewesen, die auch die Unsterblichen in ihre Grenzen verweisen und das alles um einen Gott zu töten. Hört sich doch viel versprechend an und nach einer rasanten Handlung. Kampfszenen und erotische Begegnungen gehören zu Kresley Coles Büchern einfach dazu und wer eines davon zur Hand nimmt erwartet auch das. Auch hier kommt beides vor, ist aber längst nicht so umgesetzt wie in vorherigen Büchern. Vielmehr scheint sich die Handlung künstlich in die Länge zu ziehen während die Charaktere auf einem Fleck stehen bleiben.

Wie wir aus den vorherigen Büchern schon wussten ist Lucia Garreth MacRieves Gefährtin, aber etwas scheint ihrem Glück im Wege zu stehen, sodass sie noch nicht zueinander gefunden haben. Die Handlungen von Pleasure of a Dark Prince beginnen zeitgleich mit jenen des ersten Bandes Nacht des Begehrens (A Hunger Like No Other) und zeigen uns diese Momente nun aus Lucias bzw. Garreths Sicht. Insgesamt gesehen erstreckt sich die Geschichte über mehr als ein Jahr, wobei zwischenzeitlich Entwicklungen ausgelassen werden um die Handlung dann an passenden Stellen erneut fort zu setzen. Dabei nimmt die Autorin immer wieder Bezug auf die bisherigen Bände und man erfährt noch einmal was sich abseits von Garreth und Lucia abgespielt hat. Diese Besonderheit des Buches hätte es eigentlich von der Reihe abheben müssen, bei mir war leider das Gegenteil der Fall und ich fühlte mich stellenweise mehr gelangweilt, als gefesselt. Man kannte diese Szenen schließlich schon, zu den anderen Paaren gab es keine neuen Eindrücke, zu den Protagonisten, die hier im Mittelpunkt stehen auch nichts Vertiefendes. Zudem ist es nicht das erste Mal, dass die Autorin auf diese Version des Erzählens zurückgreift und ich hoffe doch, dass es nicht Überhand nimmt und damit ermüdend wird. Die ersten 130 Seiten kann man damit getrost überspringen, wenn man diese Reihe von Beginn an verfolgt. Bis auf das erste Aufeinandertreffen von Lucia und Garreth ist hier nichts, das mein Interesse halten konnte.

Hat man diese Vorgeschichte, die gut ein Viertel des Buches einnimmt, hinter sich gebracht gelangt man endlich zum aktuellen Zeitstrang der Reihe und die Handlung wird voran gebracht. Unsere Protagonisten finden sich im Amazonas wieder und dieses Setting hat die Autorin sehr schön beschrieben. Die Darstellungen überzeugen und man erkennt die Kresley Cole wieder, die man aus vorherigen Büchern kannte. Actionreiche Szenen, in denen sich sowohl Held als auch Heldin beweisen können folgen Momenten, in denen die Erotik und Zärtlichkeit überwiegt. Die letzten Kapitel konnten mich dann wieder vollends überzeugen.  Hier öffnen sich beide Charaktere gefühlsmäßig und gehen aufeinander zu. Diese Szenen waren einnehmend und ergreifend, die Unterstützung, die sie dem anderen geben nachvollziehbar und das Ende selbst weckt die Neugierde auf die nächsten Bände.

Auch mein Eindruck bei den Charakteren ist zwiegespalten. Garreth hat mir sehr gut gefallen, er hat konstant versucht auf Lucia und ihre Wünsche einzugehen und sie langsam für sich zu gewinnen. Obwohl er in ihrer Nähe geblieben ist hat er ihr doch Raum gelassen, sie dabei gleichzeitig beschützt. Mit Lucia konnte ich jedoch lange nichts anfangen und das hat sich er zum Schluss hin geändert. Für eine Unsterbliche erschien sie mir sehr menschlich, sehr auf ihre verliehen Kräfte konzentriert, aber mit wenig Vertrauen in sich selbst. Das fand ich sehr schade, steckt doch viel mehr in ihr. Ihr mangelndes Vertrauen tut sein Übriges und es wäre ein leichtes ihr dieses Verhalten Garreth gegenüber übel zu nehmen. Zum Glück bekommt sie doch noch die Kurve und kann in den letzten Kapiteln beweisen wer sie wirklich ist und was für sie wichtig ist im Leben.  

Diese Bewertung ändert aber nichts daran, dass ich die vorherigen Bücher der Reihe sehr mochte und gerne gelesen habe. Ich kann die Reihe wirklich empfehlen und werde definitiv weiter lesen. Nicht umsonst befinden sich die Fortsetzungen schon in meinem Regal und bei solch einem Ende kann man auch gar nicht anders als weiter zu lesen. Den Charakteren stehen noch so manche Abenteuer bevor und das nächste wurde mit der Entführung einiger starker Personen eingeleitet. Man darf also gespannt sein, was uns innerhalb dieser Reihe noch erwarten wird.

Rating: C

Buchinfos:
Paperback, 431 pages
Published February 16th 2010 by Pocket
ISBN 9781416580959
Series: Immortals After Dark #8

Inhalt und Cover © Goodreads.com

Kommentare:

  1. Hallo Melanie,

    vielen Dank für deine Einschätzung. Gerade ist die deutsche Übersetzung "Flammen der Begierde" bei mir eingezogen. Nach deiner Rezi weiß ich nun in etwa, was mich beim Lesen erwartet.

    LG, Sylvia

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    1. Freut mich, dass ich dir einen ersten Eindruck vermitteln konnte, Sylvia! Ich wünsch dir viel Spaß beim Lesen :)
      liebe Grüße

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